Kleinkläranlagen (KKA) und abflusslose Gruben (ALG)

Arten

Mechanische Kleinkläranlage:
Bei einer mechanischen Kleinkläranlage gelangt das Abwasser in mehrere hintereinander geschaltete Kammern. In diesen Kammern sedimentieren Feststoffe. Dieser Typ von Anlagen verhindert nur den Eintrag von Feststoffen in das Gewässer. Es erfolgt keine Verringerung der in Lösung befindlichen Schmutzfracht.

Biologische Kleinkläranlage:
Wie bei einer mechanischen Kleinkläranlage erfolgt in der Vorklärung, als erste Stufe der Abwasserbehandlung, die Rückhaltung von Feststoffen. Im biologischen Teil der Anlage arbeiten Mikroorganismen, die unter Zugabe von Luft, die in Lösung befindlichen Schadstoffe oxidieren. Es wird der Eintrag von sauerstoffzehrenden Stoffen in die Gewässer verhindert.

Abflusslose Grube:
In einer abflusslosen Grube wird das gesamte anfallende Abwasser gesammelt und mit Saugfahrzeugen zu einer biologischen Kläranlage zur Behandlung transportiert.

Genehmigung

Kleinkläranlagen und abflusslose Gruben müssen bei der unteren Wasserbehörde beantragt werden. Kontaktinformationen finden Sie auf der Internetseite des Landkreises Rostock (www.landkreis-rostock.de).

Abfuhr des Fäkalschlammes aus grundstückseigenen Kleinkläranlagen und abflusslosen Gruben – Abfuhrturnus und Abrechnung

Grundsätzlich gilt: Das gesamte auf dem Grundstück anfallende Schmutzwasser ist dem ZVK oder dem von ihm beauftragten Abfuhrunternehmen zu überlassen.
Bei abflusslosen Sammelgruben sollte der Schmutzwasseranfall in etwa dem Trinkwasserverbrauch entsprechen.

Abfuhrturnus
Für abflusslose Sammelgruben gibt es keinen einheitlichen Abfuhrturnus. Da in diesen Anlagen das gesamte Schmutzwasser bis zur Abholung verbleibt, ergibt sich der Abfuhrturnus aus dem Wasserverbrauch auf den Grundstücken, die die Anlage nutzen und der Größe der Anlage.
Bei abflusslosen Sammelgruben ist es deshalb besonders wichtig, dass der Betreiber regelmäßig den Füllstand der Anlage selbst kontrolliert und rechtzeitig (spätestens 7 Tage vorher) den Abfuhrtermin mit dem ZVK abstimmt.

Abrechnung
Die tatsächlich abgefahrene Schmutzwassermenge wird zuzüglich des eventuell erforderlichen Spülwassers in einem gesondert erstellten Abfuhrbescheid zeitnah nach der Entleerung der Anlage abgerechnet.
Zusätzliche, notwendige oder von Ihnen beauftragte Leistungen – wie das Ausspritzen von Anlagen, die Verwendung von Schlauchlängen ab 30 m usw. – die im Rahmen der Abfuhr erbracht werden, werden ebenfalls mit dem Abfuhrbescheid abgerechnet.
Die Mitarbeiter des Zweckverbandes oder Beauftragte hinterlassen Ihnen eine Kopie des Abfuhrauftrages mit der abgefahrenen Schmutzwassermenge und werden Sie bei Anwesenheit gegenzeichnen lassen. So sind Sie über die Abfuhrleistung informiert und können die Abrechnung besser prüfen.
Sollte in Ihrer Kleinkläranlage bzw. abflusslosen Sammelgrube auch Schmutzwasser von anderen Grundstücken gesammelt werden, bekommen Sie als Eigentümer des Grundstücks, auf dem sich die Anlage befindet, den Abfuhrbescheid über die gesamte abgefahrene Menge. Es ist auch möglich, eine Sondervereinbarung zwischen allen Nutzern der Anlage und dem Zweckverband abzuschließen, in der die Aufteilung der abzurechnenden Schmutzwassermenge auf alle Nutzer der Kleinkläranlage nach einem konkreten Aufteilungsschlüssel bestimmt ist. Den Aufteilungsschlüssel bestimmen Sie gemeinsam mit den anderen Nutzern der Anlage.

Die rechtlichen Grundlagen können Sie auch in unserer Satzung über den Anschluss an die öffentlichen Entwässerungsanlagen des Zweckverbandes KÜHLUNG sowie in unserer Gebührensatzung Schmutzwasser nachlesen. Die Satzungen finden Sie hier. Bei Bedarf senden wir Ihnen die genannten Dokumente auch gern zu.

Sollten wir nicht alle Fragen oder Probleme, die Sie zum Thema abflusslose Sammelgruben bewegen, beantwortet haben, stehen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen des Kundenservice persönlich oder telefonisch zur Verfügung:

Im Bedarfsfall werden Ihre Anliegen umgehend an den zuständigen Mitarbeiter weitergeleitet.